Wo leben Sie, wenn Sie sich nicht um Ihren Körper kümmern?

Wo leben Sie

Das war ein einschneidendes Erlebnis, als ich diesen Satz vor einigen Jahren gehört habe. Selbst war ich zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2008 ca. vier Monate nach meinem Zigarettenentzug nochmal um 12 kg in die Breite gewachsen. Mein damaliges Kampfgewicht betrug dann 160 kg, bei 178 cm ist das ein stattlicher BMI.

Geht es nicht vielen so, dass wir uns im täglichen Tun immer mehr mit unserem Geist und mit den täglichen Aufgaben zum finanziellen Statuserhalt beschäftigen? Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ich völlig auf meinen Körper vergessen habe. Ich war verliebt in meine selbstkreierte Aufgabe als Jungunternehmer im IT Bereich. Dabei ging es rund um die Uhr um alles andere als meinen Körper und gesund leben. Die angesprochene Beendigung des Raucherstatus war auch nicht ein Entschluss, den ich aus gesundheitlichen Überlegungen getroffen habe. Es ging nicht mehr anders – bei drei bis fünf Packerl täglich. Ich hatte einfach keine Luft mehr und wollte das Problem loswerden. Das gelang erstaunlich gut durch eine klare Entscheidung.

Der Satz, den ich anfangs erwähnte, kam zu dieser Zeit ganz plötzlich in mein Leben, und als ich ihn hörte, war mein erster Gedanke ein Vorwurf an mich selbst. „Wieso hast Du Dich so gehen lassen, warum denkst Du nicht an Dich selbst.“ Warum, warum, warum. Ein sehr gescheites Buch – ich glaube „Jetzt“ von Eckart Tolle – hat mir damals geholfen, mit den Selbstvorwürfen Schluss zu machen und zu erkennen, dass die Handlungen der Vergangenheit zwar das ausmachen, was wir zum jeweiligen Zeitpunkt im Aussen darstellen, aber die Handlungen der Gegenwart dafür sorgen, dass sich alles verändert. Und zwar dorthin, wohin ich es möchte.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich begonnen mich mit Prävention und darüber hinaus mit aktiver Gesundheitsförderung zu beschäftigen. Sich ernsthaft mit sich zu beschäftigen, sodass ich in allen Bereichen erfolgreich sein kann, hat enorm viel mit Gesundheitsförderung zu tun. Meine Einstellung zu meinem Körper hat sich in den letzten Jahren durch die Beschäftigung mit Gesund leben stark verändert. Die Suche nach Reparaturmechanismen liegt nun nicht mehr im Vordergrund, sondern die Beschäftigung damit, was einen gesunden Körper fördert.

In Europa beginnt nun langsam ein Aufwachprozess, dass die Reparatur im Nachhinein nicht das leisten kann, was die regelmäßige Gesundheitsförderung für uns bewirkt. Darüber hinaus ist der Reparaturansatz teuer und in Zukunft nicht mehr für jedermann leistbar.

Ich begann, alles an zuckerhältigen Getränken gegen Wasser zu ersetzen. Ich trinke heute ohne Probleme ca. 3 Liter basisches Wasser am Tag und ernähre mich basischer als früher: weniger Fleisch, kaum Zucker, wenig Brot, mehr Gemüse. Und weil Gemüse mengenmäßig aus Erfahrung nicht reicht, füge ich pflanzliche Nahrungsergänzung hinzu. Die österreichische Ernährungs-pyramide ist da ganz gut aufgestellt (siehe Link am Ende des Artikels).

Was ist das Ergebnis dieser geistigen und einstellungsmäßigen Wandlung? Die Erkenntnis, dass mein Körper mein Wohnplatz ist und ich ihn zumindest so wie unsere Wohnung behandeln sollte, das bedeutet, regelmäßig aufzuräumen und Dinge in den Haushalt einzubringen, die dabei helfen, dass weniger „Aufzuräumendes“ entsteht. Das führte mich zur freudigen täglichen Auseinander-setzung mit meiner direktesten Wohnstätte. Heute bin ich noch lang nicht dort, wo ich sein will – was den Reparaturaspekt angeht. Ich stehe jetzt bei 136,7 kg und bin am Weg zu meinem Ziel von 90 kg Wohlfühlgewicht. Aber ich bin enorm viel weiter im „Gesundheitsförderungsaspekt“, indem ich mich täglich damit befasse, für welche pflegenden Maßnahmen ich mich entscheide. Ausgewogen bei der Ernährung mit Unterstützung durch spezielle Nahrungsergänzung, viel basisches Wasser, mehr und ausreichend Schlaf und mittlerweile auch jede Woche ein überschaubares sich langsam steigerndes Pensum sportlicher Aktivitäten prägt nun mein Bild von Gesund leben.

Der Vorteil liegt für mich auf der Hand, ich bin wieder beweglicher, ich bin aktiver, ich kann die schönen Seiten des Lebens inklusive gutem Essen und Trinken viel mehr genießen, und ich regeneriere von Tag zu Tag schneller. Und das ist ein echter Paradigmenwechsel für mich.

Fragen Sie sich selbst:

Ist Ihr Körper ein würdiges Zuhause für Sie?

Hat Ihr Körper noch Reserven, um die Regeneration voranzutreiben?

Link zur österreichischen Ernährungspyramide:

http://bmg.gv.at/cms/home/attachments/5/8/4/CH1150/CMS1288780028647/ernaehrungspyramide_plakat.pdf

Christian Tidl

Über Christian Tidl

Christian W. Tidl ist Unternehmer, Wirtschaftscoach, Trainer für persönliches Wachstum und Erfolgscoach, Network Marketing Professional, Autor und Vortragender. Schwerpunkt: Zielplanung, Lebensplanung, Sinnfindung, Unternehmerentwicklung

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