Wie informieren, worauf Entscheidungen begründen?

Informationen und Entscheidungen

Eine weitverbreitete Methodik, sich einer neuen Information, Herausforderung, Aufgabe oder was auch immer zu nähern, ist, sich selbst ein Bild zu machen.

Wie wird das im Normalfall angegangen?
Heutzutage wird zu allererst Dr. Google befragt. Wunderbar! Es gibt Ergebnisse auf die Suchanfrage.

Sie schmökern die Berichte anderer und je mehr Sie von dem vermeintlichen Wissen, das andere über eine Sache haben, gelesen haben, umso mehr bilden Sie sich eine Meinung über etwas. Interessant ist aber, dass das vermeintliche Wissen der Anderen zu einem Großteil nur Meinungen anderer sind. Das bedeutet, dass Sie sich in den meisten Fällen Ihrer Recherche eine Meinung gebildet haben aufgrund vieler Meinungen von anderen Personen.

Ist das wirklich zielführend?
Wie würde Ihre Entscheidung aussehen, wenn Sie sich zu Anfang die Fragen gestellt hätten „Was ist das gewünschte Ergebnis, das ich anstrebe?“ – Was wollen Sie wirklich erreichen?
Wenn Sie sich schon mal soweit aus dem Alltagstrott heraus bewegt haben, dass Sie auf die Suche nach neuen Informationen, Herausforderungen, Aufgaben oder sonst was gemacht haben, dann muss es doch zumindest Dinge geben, die Sie nicht mehr wollen.

Das ist ein guter Anfang!
Wenn es Ihnen schwer fällt, genau zu definieren, was Sie wollen, beginnen Sie einfach mit dem, was Sie nicht wollen. Schreiben Sie sich eine Liste von Dingen, die Sie in Ihrem Leben nicht mehr wollen. Wenn Sie diese Liste fertig haben, können Sie beginnen, die Dinge umzudrehen, indem Sie in sich hinein hören und beschreiben, was Sie anstatt wollen. Nun haben Sie eine Liste von Dingen, die Sie wollen.
Jetzt können Sie, wenn Sie auf die Suche nach neuen Informationen, Herausforderungen, Aufgaben oder anders gehen, zumindest einen Check machen, ob die Informationen, die Ihnen Dr. Google geliefert hat, auf Ihrer Liste abzuhaken sind oder nicht.
Wenn Sie so eine Liste nicht haben, passiert nur eines:
Die Vielzahl der Meinungen verwirrt Ihr System, es entstehen statt Informationen, die Sie intelligent verarbeiten können, nur Gefühle und meistens ist es eine Übertragung der Gefühle anderer auf Sie. Es ist schon OK, wenn Sie aus einem „Gefühl“ heraus entscheiden, aber es sollte Ihr „Gefühl“ sein und das sollte aus Ihrem Inneren Bewusstsein kommen. Wenn wir es genau nehmen, wäre das ja dann gar kein „Gefühl“, weil das Innere Bewusstsein mit Ihrem Inneres Selbst in Kontakt steht, und daher genau weiß, was gut für Sie ist. Aber das würde ja eine andere Vorgehensweise erfordern, als Dr. Google zu befragen und wissen zu wollen, was die Welt darüber denkt, wofür Sie sich entscheiden wollen?

Erkennen Sie das Problem?
Wenn Sie Dr. Google wählen, treffen Sie später eine Entscheidung auf den Meinungen und Gefühlen anderer. Wenn Sie in sich gehen, dann finden Sie Antworten. Wollen Sie wirklich neue Dinge in Ihr Leben hereinlassen aufgrund der Meinungen und Gefühle anderer?
Wenn Sie schon wert legen auf die Meinung anderer, dann sollten Sie diese zumindest als genau das, was sie sind, klassifizieren.
Wie wäre es, wenn Sie sich Ihr Bild nicht aufgrund weniger Meinungen anderer machen, sondern die Meinungen derer aufnehmen, die das worüber Sie etwas wissen wollen, nicht nur gemacht haben, sondern immer noch tun und am besten erfolgreich damit sind. Unglaublich viele Menschen informieren sich bei den Menschen, die in einer Sache gescheitert sind und dann aufgegeben haben.

Das „gescheitert sein“ ist nicht das Problem, das „nicht wieder aufgestanden zu sein und weitergemacht zu haben“ ist das Problem. Das bedeutet, ein guter Ratgeber ist jemand, der entweder sehr erfolgreich beim ersten Mal ist (sehr selten) oder einer, der öfter gescheitert ist in einer Sache aber nicht aufgegeben hat und jetzt erfolgreich ist.
Würden Sie den Meinungen derer folgen, die gescheitert sind und aufgegeben haben, dann heißt das ja nicht, dass Sie das nicht könnten, das heißt nur, dass Ihr Ratgeber den Glauben verloren hat oder nicht in der Lage war, die Handlungsweisen zu kultivieren, die dazu geführt hätten, dass er in der Sache erfolgreich geworden wäre.

Spannend oder?
Stellen Sie sich bitte bei der nächsten Dr. Google Anfrage die Frage „Was will ich – ich – ich wirklich erreichen? Und dann suchen Sie sich die Meinungen von den Erfolgreichen oder holen sich die Informationen von denjenigen, die Sie über etwas Neues informiert haben, weil sie selbst davon überzeugt sind und es aktiv tun. Und dann checken Sie Ihre Liste und haken die Dinge ab, die Sie wirklich wollten. Wenn sich etwas nicht abhaken ließ, dann fragen Sie die Person, die das, was Sie wissen wollen, aktiv tut, einfach danach! Und dann fragen Sie bitte Ihr Inneres Bewusstsein, indem Sie sich zurückziehen und in sich hinein spüren, ob es sich für Sie gut „anfühlt“!

Christian Tidl

Über Christian Tidl

Christian W. Tidl ist Unternehmer, Wirtschaftscoach, Trainer für persönliches Wachstum und Erfolgscoach, Network Marketing Professional, Autor und Vortragender. Schwerpunkt: Zielplanung, Lebensplanung, Sinnfindung, Unternehmerentwicklung

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