Hilf Dir selbst, …

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… dann hilft Dir Gott!

Viele Menschen gehen davon aus, das nicht sie ihr Leben gestalten, sondern das Schicksal, das Karma und dann bleibt noch „Inschallah!“. Doch diese Ausdrücke des „eine andere Macht ist am Zug“ sind oft falsch verstanden, interpretiert oder unwissend und verkürzt weitergegeben.

Was bedeutet KARMA? In meinen Augen beschreibt Karma (leider oft falsch verstanden) die wunderbare Möglichkeit, aus dem eigenen Leben und den gegebenen Umständen das Optimum herauszuholen und sich so auf dem Weg zur Erleuchtung zu begeben. Dieser Weg kann einige irdische Leben umfassen, und wir bekommen immer wieder die Möglichkeit, besser und besser zu werden. Ein tröstlicher Gedanke, der nichts mit „Hände in den Schoß legen“ und „Es hat alles keinen Sinn“ zu tun hat. Und Karma ist auch keine Ausrede, nicht an sich zu arbeiten und das Beste für sich und seine Umgebung zu wollen. Karma ist Handlung, auch Gedanke, und die Aus-Wirkung dessen. Mehr nicht – aber auch nicht weniger.
„Inschallah“ – „Es liegt an Allah, so Gott will“ höre ich oft im Zusammenhang mit „Da bin ich nicht dafür zuständig, eine höhere Macht will das so.“ Eine fatalistische Aussage, die uns zu Opfern macht. Doch was ist wirklich damit gemeint? Ist es nicht eher so, dass der Gott, den wir immer im anderen grüßen („Salam Aleikum“ – „Friede/Gott sei mir dir“) und der in uns wohnt, uns immer unterstützt, wenn wir uns aufmachen, den bestmöglichen Weg für uns zu gehen? Wobei „bestmöglich“ bedeutet, uns mit allen Kräften einzusetzen, den sinnvollsten und schönsten Weg unserer Weiterentwicklung zu gehen und nicht den bequemsten.

Gott kann nur helfen, wenn wir wissen, wohin wir wollen und wenn wir uns dafür entschieden haben und einen Weg einschlagen. Manchmal sind Umwege notwenig. Doch wie oft lassen uns gerade diese verzweifeln und unsere Ziele aufgeben?
Die Gnade Gottes ist, dass er/sie immer bei uns ist, uns nie verlässt und geduldig wie eine wohlwollende Mutter oder ein verständiger Lehrer wartet, bis wir mit Fragen und Wünschen kommen. Diese aussprechen, einen Dialog zulassen und wirklich lernen und wissen wollen. Sie warten, bis wir über unsere Ziele, Träume, Ideen nachgedacht haben und dann die Energie haben wollen, die Eingebung, die Unterstützung, diese zu verwirklichen. Antworten werden immer geben – vielleicht nicht immer sofort schlüssige, aber immer unterstützende, die für unser Ziel wichtig sind. Denn Gott beginnt sofort, uns zu unterstützen.

Wir haben vom Leben das Geschenk des eigenen Willens und der Kreativität erhalten. Das bedeutet auch, dass wir die Pflicht übernommen haben, dieses Geschenk zu ehren, zu nutzen und dadurch lebendig zu erhalten. Wir sind Gestalter unseres Lebens, das ist nicht nur ein flapsiger Spruch, sondern Realität und Wahrheit. Dieser Verantwortung können wir uns nicht entziehen. Egal, wie das Leben des einzelnen momentan aussieht – was wir daraus machen, wie wir es gestalten, zählt. – und das immer.

Das zweite große Geschenk des Lebens ist der Glaube, abseits jeder religiösen Besetzung des Wortes. Der Glaube ist die Voraussetzung für Vertrauen – für tiefes, inniges, unerschütterliches Vertrauen. Und Vertrauen ist die Voraussetzung für Erfolg. Erst, wenn wir fest und bis in die letzte Zelle an unsere Ergebnisse glauben, geschieht das Wunder des Lebens: Die Materialisierung unserer Gedanken und Ziele. Das geschieht täglich, stündlich, sekündlich. Jeder Gedanke, den wir glauben, wird in diesem Moment Realität – unsere Realität, durch die wir unser weiteres Leben gestalten. Wir können auch „Filter“ oder „Brille“ oder „Einstellung“ dazu sagen. So wie wir mit unserem Glauben, der zu Glaubenssätzen verdichtet wird, durch unser Leben gehen, werden wir dieses „erleben“, darauf reagieren, darin agieren und dieses gestalten.

Nicht das Außen wird unser Schicksal, sondern das, was wir aus dem Inneren daraus machen und wie wir es aktiv gestalten.

In diesem Sinne „Ich Grüße Gott in Ihnen!“

Jutta Tidl

Über Jutta Tidl

Jutta Tidl ist Trainerin, Systemischer Coach, Lektorin, Autorin, Regiesseurin, bildet Schauspieler und Vortragende aus. Schwerpunkt: Begleitung von Veränderungsprozessen im Beruf und Alltag

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